Tagesbruch

Tagesbruch am Hohenstein

Am 08.09.2012 wurde Martin Lau über eine Erdabsenkung im Hohenstein informiert. Stephan K. hatte diese bei einem Spaziergang entdeckt und richtigerweise sofort gemeldet. Nach einer Besichtigung vor Ort wurde die Meldung ans Ordnungsamt weitergegeben, das wiederum das Bergbauamt verständigte. Eine erste Auslotung hatte eine Tiefe von mindestens 9m ergeben, der Durchmesser betrug ca. 10m. Eine Absicherung war dringend erforderlich. Mangels Bauzaun errichtete das in der Nähe beschäftigte Forstwirtschaftsunternehmen ein Wildgatter zur Absicherung des Tagesbruchs.

Am 09.09.2012 besichtigte ein Mitarbeiter vom Bergamt Bochum den Tagesbruch. Er stellte fest, dass dieses Loch, eine Pinge aus der Müsener Bergbauzeit (Mitte des 18. Jahrhundert), schon mal mit Holzbalken verschlossen war, die dem Zahn der Zeit nicht mehr stand gehalten haben und eingestürzt sind. Etwa 100m entfernt befindet sich ein Stollen der vermutlich zu dieser Einsturzstelle führt.

Der Höhenunterschied vom Stollen beträgt ca. 20m, d.h. der Tagesbruch kann ca. 20m tief sein. Mit Unterstützung des Forstwirtschaftsunternehmens wurde das trichterförmige Loch provisorisch mit mehreren Wurzelstöcken, zusätzlich zu dem Wildgatter, verschossen.

Eine endgültige Verfüllung bzw. Absicherung obliegt dem Rechtsnachfolgeunternehmen der Erzbergbau Siegerland AG. Siehe auch Bericht in der Siegener Zeitung vom 12. August 30.08.2012.


P.s.: Der Wildgatterzaun zur Einsturzsicherung wurde von Vandalen zerstört und musste wieder repariert werden.

 

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