Brennholz

Der nachwachsende Rohstoff Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheit und wird seit ca. 400.000 Jahren genutzt. Daher versteht man unter Brenn- bzw. Feuerholz die Erzeugung von Wärme durch Holz. Diese Wärme kann zum Heizen, Kochen oder für die Herstellung von Gütern genutzt werden.

Brenn- bzw. Feuerholz sind weitgefasste umgangssprachliche Begriffe für Energieholz, welches der Oberbegriff für die verschiedenen Handelsformen, wie zum Beispiel Ofenfertiges Stückholz, Scheitholz, Rundholz und Brennreisig, ist. Holzpellets und Holzbriketts bestehen auch aus Holz, zählen aber umgangssprachlich nicht zum Brennholz. Hierbei ist die erhaltene Struktur entscheidend.
Außerdem unterscheidet man:

  • Naturbelassenes Holz (stückig oder Hackschnitzel)
  • Restholz (von Baustellen, Produktionsabfälle aus holzverarbeitenden Industrien)
  • Altholz (Gebäudeabbrüche, Möbel, hölzerne Verpackungen)
  • Problematische Holzabfälle (intensiv mit Holzschutzmitteln behandelt, halogenorganisch beschichtet)

Zentral für den Wert von Brennholz ist der Heizwert. Weitere relevante Eigenschaften können die Brenndauer sowie die Optik und der Geruch beim Verbrennen sein.

Wir, die Waldgenossenschaft Müsener Hauberg, sorgen durch nachhaltige Waldwirtschaft für ein ausgeglichenes Verhältnis in Natur und Fauna. Selbstverständlich sichern wir durch die Bewirtschaftung auch den Brennholzbedarf in unserer Region. Nachfolgend zeigen wir Ihnen hilfreiche Informationen rund um das Thema Brennholzerwerb.

 

Brennwerte von verschiedenen Holzarten

Entscheidend für das Heizen mit Brennholz ist der Brennwert. Aufgrund der vielzähligen Holzarten varriert dieser Wert extrem. Je höher dieser Wert ist, desto besser können Sie damit der Holzart heizen.

 

Brennstoff

(Holzarten)

Brennwert in KWh/rm

(Brennholz)

Brennwert in KWh/kg

(Brennholz)

Zu ersetzende Menge Heizöl

(Liter/rm)

Ahorn (Ahornholz) 1900 4,1 180
Birke (Birkenholz) 1900 4,3 165
Buche (Buchenholz) 2100 4,0 180
Eiche (Eichenholz) 2100 4,2 195
Erle (Erlenholz) 1500 4,1 130
Esche (Eschenholz) 2100 4,1 180
Fichte (Fichtenholz) 1500 4,5 130
Kastanie (Kastanienholz) 2000 4,2 170
Kiefer (Kiefernholz) 1700 4,4 170
Lärche (Lärchenholz) 1700 4,4 185
Robinie (Robinienholz) 2100 4,1 170
Tanne (Tannenholz) 1400 4,4 125

 

Quelle: Kaminholz und seine Brennwerte, Kaminholz-wissen.de. URL: http://www.kaminholz-wissen.de/holz-brennwerte.php

 

 

Maßeinheiten für Holz

Brennholz wird oftmals in verschiedenen Einheiten gehandelt. Sehen Sie hier die Umrechnungswerte

 

Festmeter 1 m³ (Festmeter) = 1,4 Raummeter Meterholz
= 1,2 Raummeter Stückholz
= 2,0 Schüttraummeter Stückholz
Raummeter (Meterholz) 1 rm (Raummeter Meterholz) = 0,7 m³ (Festmeter)
= 0,8 Raummeter Stückholz
= 1,4 Schüttraummeter Stückholz
Raummeter (Stückholz) 1 rm (Raummeter Stückholz) = 1,2 Raummeter Meterholz
= 0,85 m³ (Festmeter)
= 1,7 Schüttraummeter Stückholz
Schüttraummeter 1 rm (Schüttraummeter Stückholz) = 0,6 Raummeter Stückholz
= 0,7 Raummeter Meterholz
= 0,5 m³ (Festmeter)

 

Definition Festmeter: Der Festmeter (fm oder F) ist ein Raummaß für Rundholz. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter (m³) fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung. Das entsprechende Maß mit Zwischenräumen ist der Raummeter (rm, R).

Definition Raummeter: Der Raummeter (rm) oder Ster (st) ist ein Raummaß für Holz und die gebräuchlichste Maßeinheit beim Handel mit Brennholz. Ein Raummeter (1 rm bzw. 1 Ster) entspricht einem Würfel von einem Meter (1 m) Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter (1 m³) 1-metriger, geschichteter Holzscheite, einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.

Definition Schüttraummeter: Der Schüttraummeter (srm) entspricht einer lose geschütteten Holzmenge von einem Kubikmeter.

 

Quelle: wikipedia

 

Waldgenossenschaft Muesen Muesener Hauberg Raummeter

Abbildung: Die bekannteste Maßeinheit für Brennholz: Raummeter

 

 

Brennholzwerbung

Für den Brennholzverkauf im Rahmen der Selbstwerbung gibt es einige Dinge zu beachten. Zum einen muss sich an die Vorschriften der jeweiligen Waldgenossenschaften gehalten werden. Zum anderen gilt ausnahmslos die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften. Der Umgang für sicheres und unfallfreies Arbeiten im Wald wird vorausgesetzt.

Welche Dinge haben Sie für die Brennholzwerbung bei uns zu beachten?

1. Aufarbeitung nur der zugewiesenen Bäume und Kronen.
2. Die Fertigstellung ist dem Waldvorsteher mitzuteilen. Das Holz kann erst nach erfolgtem Aufmaß abgefahren werden.
3. Die Aufarbeitung sollte in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr liegen.
4. Die Stämme sind bodennah abzuschneiden und sauber auszuasten. Fällungs- und Rückeschäden am bestehenden Bestand und der Verjüngung zu vermeiden.
5. Das Holz muss messbar an den Waldwegen aufgestapelt werden. Das Befahren der Waldwege darf hierdurch nicht beeinträchtigt werden. Holz mit einem Durchmesser kleiner 7 cm wird nicht berechnet und ist gesondert zu lagern. Der Holzstapel ist mit Ihrem Namen oder der Teil- Nr. deutlich zu kennzeichnen.
6. Bei der Holzabfuhr, nur bei trockenem Wetter, sind die Wege schonend zu behandeln. Das gleiche gilt auch für das Befahren der Waldwege mit dem eigenen Fahrzeug, welches Ihnen Während der Aufarbeitungszeit gestattet wird. Das flächige Befahren des Bestandes ist grundsätzlich zu unterlassen und nur auf markierten Rückegassen erlaubt.
7. Motorsägearbeiten ohne Lehrgangsnachweis sind nicht zulässig. Brennholzvergabe ist nur nach Abgabe einer Kopie des Nachweises möglich.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Brennholzwerbung sowie dem Faltblatt "Brennholz selbst schlagen" des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.